Ritter in voller Rüstung wiederholten im 13. Jahrhundert das Zeichen des
Schildes auch auf der Pferdedecke und dem Banner. Historische, Veranstaltungen, Ritterturniere, Ritterturnier, Ritter, Turnier, Mittelalter, Ritterspiele, Fechtkämpfe, Reiterspiele, Mittelaltermarkt, Incentives, Kulturprogramm, Firmenfest, Stadtfest, Jubiläum, Stadt, Mittelalter, mittelalterlich, Hochmittelalter, Spätmittelalter, Renaissance, Stauferzeit, Staufer, Termine, Welfen, Normannen, Geschichte, geschichtlich, Historik, Ritter, Ritterturnier, Ritterschlag, Ritterburg, ritterlich, Knappe, Kaiser, König, Fürst, Graf, Baron, Freiherr, Gaukler, Spielmann, Burg, Burgen, Minnesang, Minnesänger, Minnelieder, Minne, Minnedichtung, Wolfram von Eschenbach, Otto von Botenlauben, Dietmar von Aist, Hartmann von Aue, Walther von der Vogelweide, Heinrich der Löwe, Löwenbanner, Löwennritter, Adel, Schaukampf, Turnier, Tjost, Buhurt, Reiten, Pferd, Pferde, Schild, Wappen, Heraldik, Waffen, Schwert, Morgenstern, Streitaxt, Streitkolben, Lanze, Kettenhemd, Kettenpanzer, Topfhelm, Rüstung
Das Ritterturnier ist wahrscheinlich im 11. Jahrhundert in Frankreich entstanden.
Als Erfinder nennt uns die Ueberlieferung den franzoesischen Adeligen Geoffroi
de Preuilly. Bald wurde dieses Kampfspiel auch in Deutschland Äblich. Aus dem
Franzûsischen tournoi entstanden im Deutschen die Worte tornament, turnir, turnei.
Das frueheste deutsche Quellenzeugnis ist eine Stelle in den Gesta Friderici
(Taten Kaiser Friedrichs Barbarossa) des Bischofs Otto von Freising. Er berichtet
von einem Turnier, das die schwaebischen Herzoege 1127 vor Wuerzburg veranstalteten.
Das Mittelalter kannte drei unterschiedliche Formen des Turniers: Buhurt, Tjost
und Turnei. Der Buhurt war ein Massenkampf im Mittelalter zwischen zwei gleichgrossen
Heerhaufen auf einem abgesteckten Schlachtfeld. Gekaempft wurde mit stumpfen
Waffen, aber der Ablauf war genauso wie im Krieg. Ein Ritter, der im Getuemmel
stuerzte, seine Waffen verlor oder keine Luft mehr bekam und deshalb aufgeben
musste, wurde vom Sieger entwaffnet und gefangen genommen. Als Verlierer schuldetete
er dem Sieger nicht nur sein Pferd und seine Ruestung, sondern auch ein Loesegeld.
Ritter beim Buhurt Im Gegensatz zum Buhurt war der Tjost ein reiner Zweikampf.
Man unterschied zwei Formen des Tjostes. Das Rennen, bei dem die Lanzen scharfe
Eisenspitzen hatten und das Stechen, bei dem die Lanzen stumpfe, gezackte Kroenlein
trugen. (Siehe auch Thema Waffen/Die Lanze) Ein Mittelding aus Buhurt und Tjost
war das sogenannte Turnei. Hier kaempften auf einem kleineren Turnierfeld zwei
Gruppen mit stumpfen Lanzen gegeneinander. Sieger war die Partei, die im Kampf
die meisten Gegner aus dem Sattel werfen konnte. Das Turnier wurde im Mittelalter
neben dem Krieg und der Jagd schnell eine Lieblingsbeschaeftigung der Ritter.
Es war eine hohe Ehre zu einem Turnier eingeladen zu werden. Leider ging es
fuer den einen oder anderen Kaempfer nicht immer glimpflich dabei ab und so
verlor so mancher Ritter sein Leben auf dem Turnierplatz. Meist durch Teile
gesplitterter Lanzen, die durch den Sehschlitz des Helmes in den Kopf eindrangen,
oder durch Genickbrueche. Die bekanntesten Opfer waren: Geoffroy de Magneville,
Graf von Essex 1216, Florent, Graf vom Hennegau und Philipp, Graf von Boulogne
1223, der Graf von Holland 1234, Gilbert von Pembroke 1241, Hermand de Montigny
1258, Johann von Brandenburg 1269, Johann, Herzog von Brabant 1294. Im Turnier
von Neuss bei Koeln kamen im Jahre 1240 sechzig Ritter und Knappen um; sie wurden
von ihren Pferden zerstampft oder erdrueckt. Das jaemmerlichste Drama war der
Tod von William Montagu, der im Jahre 1382 von seinem eigenen Vater getoetet
wurde. Diese Entwicklung fuehrte sogar soweit, dass die Paepste bis zum 14.
Jahrhundert immer wieder Veranstalter und Teilnehmer der Turniere exkommunizierten.
Aber neben diesen Ungluecken, entwickelten sich bereits Spezialisten, die durchaus
mit den heutigen modernen Champions vergleichbar sind. Sie zogen durch ganz
Europa und sammelten nur durch ihre Geschicklichkeit Lorbeeren und Vermoegen.